KI in Architekturbüros: Was die Zahlen aufzeigen

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Ein Architekturbüro aus der Gegend ist vor Kurzem mit einer ehrlichen Frage auf uns zugekommen: Wo könnte künstliche Intelligenz im eigenen Büroalltag sinnvoll ansetzen, und lohnt sich das für ein Team dieser Größe überhaupt?

Bevor wir eine Antwort geben, wollten wir es genau wissen. Also haben wir recherchiert: die verlässlichste verfügbare Umfrage unter Architektinnen und Architekten in Deutschland, dazu den kommenden Verhaltenskodex der Branche und eine neue gesetzliche Pflicht, die schon in Kraft ist. Die wichtigsten Ergebnisse teilen wir hier. Am Ende des Beitrags steht, wie man die vollständige Recherche mit allen Quellen bekommt.

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Die Mehrheit tastet sich gerade erst heran‍ ‍

Die Bundesarchitektenkammer hat 2025 über 15.000 Mitglieder befragt, die bislang belastbarste Zahl zum Thema. Ergebnis: 29 Prozent nutzen KI täglich im Büroalltag. 71 Prozent nutzen sie noch gar nicht.

Die Nutzung hängt dabei stark von der Bürogröße ab. Büros mit unter 5 Mitarbeitenden liegen bei 19 Prozent, Büros mit 5 bis 24 Mitarbeitenden bei 30 bis 40 Prozent, Büros mit 50 und mehr Mitarbeitenden bei 67 Prozent. Ein typisches kleines oder mittleres Büro ist damit weder Vorreiter noch Nachzügler. Es steckt mitten in der breiten Mehrheit, die gerade erst anfängt.

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Wofür KI tatsächlich genutzt wird: Texte, nicht Entwürfe

Wer glaubt, KI in Architekturbüros bedeutet vor allem automatisch generierte Entwürfe, liegt daneben. Unter den Büros, die KI bereits nutzen, steht Textarbeit klar vorn: Protokolle, Öffentlichkeitsarbeit und Korrespondenz (58 Prozent), gefolgt von Rechtsfragen und Normen (knapp ein Drittel) sowie Dokumentation (etwa ein Viertel). Termin- und Kostenplanung liegt bei 13 Prozent, Entwurf, Visualisierung und Simulation jeweils unter 20 Prozent.‍ ‍

72 Prozent wollen damit vor allem eines: Routineaufgaben effizienter erledigen. Nur 8 Prozent nennen Nachhaltigkeit, nur 4 Prozent Baukultur als Ziel. KI wird also überwiegend als Entlastung im Alltag verstanden, nicht als neues Gestaltungswerkzeug.

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Die Sorgen sind berechtigt

95 Prozent der Befragten sehen grundsätzlich Risiken beim Einsatz von KI. Konkret genannt werden die unkritische Übernahme fehlerhafter oder verzerrter Daten (71 Prozent), die Abhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern (über 50 Prozent) sowie ungeklärte Fragen zu Urheberrecht, Haftung und Datensicherheit (rund 50 Prozent).

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Auch in der Praxis hakt es: 90 Prozent berichten von Schwierigkeiten. Am häufigsten genannt werden fehlender Zugang zu verlässlichen Daten (54 Prozent), fehlende Kompetenz im Team (52 Prozent) und mangelnde Kompatibilität mit der bestehenden Software (41 Prozent). Wer bei diesen Punkten zurückhaltend ist, liegt also nicht daneben. Er teilt die Sorge der ganzen Branche.

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Ab dem 2. August 2026 gilt: KI-Nutzung muss gekennzeichnet werden‍ ‍

Seit dem 2. August 2026 verlangt der EU AI Act, dass KI-generierte Inhalte mit gesellschaftlich relevantem Charakter erkennbar gemacht werden, wenn kein Mensch sie redaktionell geprüft und die Verantwortung dafür übernommen hat. Für Architekturbüros betrifft das vor allem fotorealistische Renderings, die in echte Bildaufnahmen eingebettet werden. Ein einfacher Hinweis wie „Visualisierung mit KI-gestützten Werkzeugen erstellt" reicht dafür meist aus, er muss nur klar sichtbar sein und nicht im Kleingedruckten verschwinden.

Parallel dazu arbeitet die Bundesarchitektenkammer an einem eigenen KI-Kodex für die Branche, mit sieben Kernthemen: menschliche Letztverantwortung, Nachvollziehbarkeit, Datenhoheit, der Schutz von Baukultur vor stilistischer Vereinheitlichung, faire Nutzung auch für kleine Büros, ein ehrlicher Blick auf den Energieverbrauch von KI selbst, und neue Anforderungen an die Fortbildung.

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Was das für ein Büro im Chiemgau bedeutet

Drei Dinge lassen sich aus den Zahlen ziehen, die für jedes kleine oder mittlere Büro gelten:

Wer noch zurückhaltend ist, hat nichts verpasst. Die breite Mehrheit der Branche steht an derselben Stelle.

Der größte Hebel liegt im Alltag, bei Protokollen, Korrespondenz und wiederkehrenden Unterlagen, nicht im Entwurf. Genau dort, wo bereits am meisten KI genutzt wird, lässt sich am schnellsten Zeit gewinnen.

Vorsicht bei Daten, Anbieterbindung und Urheberrecht ist keine Übertreibung. 77 Prozent der befragten Büros wünschen sich dazu gezielte Fortbildung, kein Zufall bei diesen Zahlen.

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Die vollständige Recherche gibt es per Mail‍ ‍

Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten Ergebnisse. Die vollständige Recherche ist ausführlicher: mit dem kommenden KI-Kodex im Detail, internationalen Vergleichszahlen, den Regeln zur Haftung bei KI-Fehlern und einer Einordnung, welche neuen Geschäftsfelder für Architekturbüros dadurch überhaupt erst entstehen.

Wer sie haben möchte, schreibt uns kurz eine Mail an uk@chiemgau-consulting.com oder trägt sich unten in den Newsletter ein. Wir schicken sie zu, ohne Umwege und ohne Verkaufsgespräch im Anhang.

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